Klein, einfach, Fitbit

Ich hab ja jetzt ’nen Fitbit Ultra.

Erster Eindruck nach dem auspacken: sehr schnuckelig. Und nun? Die beiliegende Bedienungsanleitung ist ja erstmal recht knapp gehalten:

Fitbit Bedienungsanleitung

Nach der Einrichtung über die Webseite ist aber alles sehr simpel. Fitbit anstecken, fertig. Bei Start oder Ende von Aktivitäten einfach den Knopf lange drücken. Durch kurz drücken lassen sich die Anzahl der Schritte, die Entfernung, der Aktivitätsgrad etc anzeigen, wenn man das denn zwischendurch braucht. Schlaftracking funktioniert übrigens genauso wie Sporttracking, d.h. schlafen ist eine Aktivität. Jahaaa! Schon alleine deshalb muss man das kleine Dings doch lieben.

Apropos klein, der Fitbit ist so unauffällig, dass es nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass er vielleicht doch mal in der Waschmaschine landet. Und das wäre schade, er ist nämlich nicht wasserdicht. Spritzwasser soll er aber verkraften.

Sehr schön: für die Synchronisation muss man nur das USB-Dings anstöpseln und den Fitbit einigermaßen in die Nähe bringen. Sonst nix. Nicht aufstecken, keine Knöpfe drücken, nichts. Es funktioniert einfach so.

Weitere Daten, also z.B. Lebensmittel oder Blutdruck oder Stimmung oder sowas wird per Weboberfläche eingetragen. Die ist nach einiger Eingewöhnung ganz gut gemacht. Zum ersten Mal in meinem Leben hat mich irgendein System dazu gebracht, über mehrere (genauer: drei!) Tage genau zu verfolgen, was ich so esse, und das auch detailliert einzutragen. Das ist mir bisher noch nie passiert. Muss also gut sein.

Für richtig brauchbare Berichte oder auch Datenexport muss man dann aber die Premiumversion kaufen für derzeit 45€/Jahr. Das ist so ein Bauchgrummelpunkt. Das sind ja schließlich meine Daten, ich habe die mit mehr oder weniger Mühe selbst generiert. Und dann soll ich was zahlen, wenn ich sie wiederhaben will? Das hat was von Erpressung.

Und natürlich gibt es auch eine App, mit der man unterwegs Lebensmittel oder Aktivitäten aufzeichnen kann. Funktioniert ordentlich, braucht allerdings recht lange, um zu starten (bei Android; über die iOS-Version kann ich nichts sagen).

Ich hatte vorher das Jawbone UP. Auch ein feines Teil, im Prinzip, allerdings noch nicht ausgereift, weswegen Jawbone ja auch ein sehr anständiges Angebot gemacht hat: Jawbone UP behalten, trotzdem Geld zurück oder Jawbone-Alternativprodukt. Mein UP stellte jedenfalls nach paar Wochen der Reihe nach alle wesentlichen Funktionen ein, was dann dazu führte, dass ich mir statt dessen von Jawbone ein Bluetooth Headset zugelegt habe. (Headsets können die bei Jawbone. Aber das ist eine andere Geschichte.)

Der Fitbit im Vergleich zum Jawbone UP:

  • er funktioniert
  • er ist unauffälliger
  • er kann leider nicht wecken – das war eine sehr charmante Idee von Jawbone
  • er misst auch Höhe, irgendwie
  • die Informationen lassen sich über die Webseite ansehen und ergänzen
  • er synchronisiert völlig unkompliziert

Seit ziemlich genau zwei Wochen teile ich mein Leben mit einem Fitbit. Technisch macht er einen ausgereiften Eindruck, Webseite und App sind zumindest ordentlich. Ob er tatsächlich zu mehr Bewegung motiviert, hängt wohl von der individuellen Persönlichkeitsstruktur ab – bei mir hat er bislang zumindest einen vorsichtig positiven Effekt. Man fühlt sich einfach viel besser, wenn man Treppen nicht einfach nur so hochgeht, sondern dabei die Aktivitätsdaten aufpoliert.

Fazit: feines Teilchen.

 

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