Meine Pebble-Smartwatch und ich, oder: wie sich die Globalisierung relativierte

Ja, die Globalisierung. Man hört ja so viel davon. Heute dort gebaut, morgen hier von pseudoselbständigen Logistik-Subsubsubunternehmern mit Verschuldungshintergrund und erhöhter Infarktwahrscheinlichkeit ausgeliefert. Dinge passieren da, wo es billig ist. Schnelligkeit ist selbstverständlich.

Die Wahrheit ist anders. Jedenfalls manchmal.

Tatsache ist: der Transport eines Stückchen Materie von Singapur bis nach Deutschland dauert fast einen Monat und ist damit eine besondere Übung in Geduld und Demut. (Zum sonstigen psychischen Leidensweg eines Pebble-Kickstarter-Backers möchte ich hier gar nichts sagen, das wäre eine eigene Geschichte.)

DHL weiß übrigens immer noch nicht, dass ich sie inzwischen habe. Pssst.

Wie auch immer, heute morgen durfte ich sie beim Zoll freikaufen. Der Zoll ist… eine Erfahrung. Und mir scheint, einer erhöhtem Infarktwahrscheinlichkeit werden dort nur die Kunden (oder Bittsteller oder Bürger oder Einfuhrwillige oder wie immer die genannt werden) ausgesetzt.

Mangels dokumentiertem Unboxing (das fand beim Zoll statt) hier das erste Foto danach:

Die beiliegende Dokumentation der Pebble ist erstmal recht übersichtlich. Vollständige Version gefällig? Bitteschön:

Die Inbetriebnahme ist aber völlig problemlos. Per Bluetooth koppeln, App starten, verbinden, Software-Update. Im wesentlichen ist die Pebble dann erstmal eine Benachrichtigungsmaschine am Handgelenk. Jenseits der Pebble-App selbst habe ich Pebble Notifier im Einsatz, weil damit nochmal deutlich mehr Benachrichtigungstrigger zur Verfügung stehen, z.B. Für Wunderlist und joyn.

Charmant wird es, wenn sich mit der Pebble auch Funktionen aktiv steuern lassen, z.B. Spotify. Da geht sicher noch mehr.

Die Kopplung des Ladekabels mit Magneten finde ich gut (und ich meine sowas in der Art schon mal gesehen zu haben, ich kann mich nur gerade nicht erinnern, wo). Das Display ist ordentlich – bei zukünftigen Modellen wird dann sicher mehr Display und weniger schwarzer Rand dran sein, aber gut, early adopter stört das nicht. Die Knöpfe scheinen mechanisch ordentlich zu sein, sehen allerdings auch nicht so filigran aus.

Was man so hört, scheint es ein großer Fehler gewesen zu sein, nicht gleich zwei Pebbles zu bestellen und dann eine mit viel Gewinn sofort über eBay zu vertickern. Tja. Vielleicht beim nächsten Mal.

 

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One Response to Meine Pebble-Smartwatch und ich, oder: wie sich die Globalisierung relativierte

  1. Dietmar says:

    Die Pebble scheint ja eine gute Wertanlage zu sein :-) Ich bin super gespannt auf die Vorführung auf dem nächten Appwoch und warte ungeduldig auf meine Pebble vor gefühlten Jahren betsellte Pebble :-) Das Pebble Handy habe ich übrigens auch noch. Das paßt dann ja ;-)

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