Papier und Stift, digital

Alle mal malen?*

Ich hatte schon seit letztem Jahr immer mal wieder mit Paper rumexperimentiert, jedenfalls bis zu jenem traurigen Tag, an dem das iPad sich kopfüber zu Boden stürzte. Das Unternehmen 53 verkauft dazu schon schon einer Weile in den USA den Pencil dazu, und jetzt konnte man das Ding auch in Deutschland bestellen. Dass es dazu eine Promotion-Aktion für fleißige Newsletter-LeserInnen gab, machte die Entscheidung nochmal leichter. (Dieser sparen-durch-kaufen-Trigger funktioniert bei mir manchmal erschreckend zuverlässig.)

Gewisse Folgekosten waren dann natürlich wegen des fallsüchtigen iPads nicht vermeidbar…

Seitdem experimentiere ich also mit Paper und Pencil herum. Das wichtigste: es macht Spaß. Mit der Spitze des Pencil lassen sich verschiedene Stifte simulieren, das Ende fungiert als Radiergummi. Einfach Pencil umdrehen und wegradieren, fast wie analog. Sehr angenehm, dass man den Handballen auflegen kann, ohne Abdrücke oder Linien zu hinterlassen. Schön ist auch die Möglichkeit, mit dem Finger die Zeichnung zu verschmieren. Das hat was von Fingerfarben und Matschepampe.

Es gibt ein paar Hakeligkeiten: Je nach Zeichengeschwindigkeit gibt es einen gewissen Zeitversatz zwischen Stift auf iPad und gezeichneten Linien. Die Spitze des Pencil ist jetzt nicht gerade superfiligran, so dass es sich ohne Zoom-Modus bei den Details manchmal eher Zufall ist, ob’s so aussieht, wie es sollte. Und nicht immer kapiert die App, ob ich jetzt den Handballen auflege oder ob ich die Farben verschmieren will. Ich übe also noch, auf dass die App mich dann hoffentlich besser versteht. Und auf Amazon gibt es Hinweise darauf, dass die Spitze relativ schnell verschleißt.

Das Zeichengefühl auf echtem Papier ist zwar immer noch ungeschlagen, der große Vorteil von Paper & Pencil ist aber, dass ich immer alle Stifte und Utensilien dabei habe. Und vor allem: alle Farben! Dazu hat die App ein Art Farbtopf eingebaut: eine Farbe in den Topf, dann die zweite Farbe markieren und vorsichtig reinrühren. Wenn der Zwischenton stimmt, aufhören. Sehr praktisch. Banane

Stuhl Gesicht

Ähem. Jetzt müsste ich nur noch zeichnen können.


* „Alle mal malen?“ ist natürlich ein Zitat des legendären alle-mal-malen-Manns Jan Loh, dem orginalsten Bonner Original öwwerhaupt. Ich betrachte es als ein gutes Zeichen, dass ich ihn diese Woche noch in der Stadt gesehen habe, tiefergelegt und entspannt mit dem Fahrrad über den Marktplatz kreuzend.

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Ok Google. Wir müssen reden.

Ich mag ja Android. Ich mag die Flexibilität, dass ich aus jeder App irgendwas in jede andere sinnvolle App werfen kann. Aus Flipboard einen Artikel zu Evernote, aus dem Twitterclient einen Link zu Pocket, aus jeder Fotogalerie ein Bild zu jeder sinnvollen Bildbearbeitung… Lauter Selbstverständlichkeiten, die mich bei iOS am Sinn des Lebens Betriebssystems verzweifeln lassen. Und dass es einen zurück-Knopf gibt, das ist auch eine gute Sache. Und Widgets. Und dass ich vom Rechner (oder auch vom iPad) aus auf meinem Telefon was installieren kann.

Aber wenn das Nexus 5 immer mal wieder und ohne Vorwarnung in einen Zustand gerät, in dem es sich schneller entlädt als ich über eine Steckdose nachfüttern kann, dann ist es nicht mehr benutzbar. Man könnte sagen: kaputt. Es ist mir in den letzten Wochen nicht gelungen, dafür die Ursache zu finden. Irgendwas läuft dann im Hintergrund, verbrät CPU-Zeit und heizt ganz ordentlich die Umgebung auf. Im Winter ein schöner Handwärmer, aber ich hatte eigentlich was anderes damit vor. Diverse Forschungen und Korrelationsanalysen haben keine noch so krude Hypothese bestätigen können. Es scheint irgendwie mit Verbindungen zu tun zu haben, manchmal ließ es sich heilen, indem WLAN abgeschaltet wurde. Aber nicht immer.

OK Google

Jetzt mache ich noch einen Hoffnungslauf und setze das Nexus komplett neu auf. Erstmal nur mit den wichtigsten Apps (das sind schon einige, stelle ich fest), und dann allmählich erweitern. Ok Google. Weißt du, wie mühsam das ist mit den zahllosen Accounts und Apps, die für das Leben nun mal unbedingt erforderlich sind? Das ist deine letzte Chance, mir das Nexus nicht zu verleiden. Streng dich an.

 

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Museum Insel Hombroich

Das Museum Insel Hombroich stand schon länger auf meiner Liste, da bot sich jetzt ein Foto-Ausflug in netter Gesellschaft an.

Es ist eher ein Park mit Kunst als ein Museum im klassischen Sinn, und das ist wirklich nett. In den 15 Euro Eintritt für Normalos ist die Cafeteria im Preis mit drin. Die Idee dürfen andere Museen übrigens gerne aufgreifen.

Und schon in der Kategorie Park und Wildlife kann Hombroich punkten:

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Die Dokumentation der Kunstwerke ist eher, sagen wir, sehr zurückhaltend. Das ging schon beim Eingangsgebäude los, das hätte ich auf den ersten Blick eher für den Geräteschuppen gehalten. Die Gebäude bzw begehbaren Skulpturen haben mir aber gut gefallen.

Blick nach oben

Blick nach oben

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Durchblick

Einiges an Kunst findet man eher zufällig und überraschend, was ja auch einen gewissen Charme hat. Und auch weitere Erklärungen gibt’s in der Regel nicht. Eigentlich gar nicht so schlecht, man geht vielleicht eher entspannt dran, wenn man nicht weiß, wie der Künstler das Dings benannt hat und welches Material dafür herhalten musste.

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Manches lässt sich natürlich gar nicht übersehen.

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Stuhlkreis, 360°

Fazit: das Museum Insel Hombroich ist ein sehr taugliches Ausflugsziel, wenn man Park und Kunst als Kombi-Paket mag und Spaß am Entdecken hat.

 

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Fundstücke (14)

Was sich so ansammelt…

Ein interessantes historisches Projekt ist vierzehnachtzehn. In Echtzeit + 100 Jahren werden die Tagebucheinträge eines Fußartilleristen im ersten Weltkrieg veröffentlicht.

Wenn ein Gesicht nach kulturell unterschiedlichen Kriterien bildbearbeitet wird, ergibt das einen interessanten Einblick in Schönheitsstandards.

Rollenspiele: Pärchenfotos mit jeweils nur einer Person.

Wenn beim Musikvideo die Musik eher nebensächlich wird:

Gesehen?

Aus gegebenem Anlass irgendwas mit Fußball:

Ach, und übrigens:

 

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Fußball, endlich erklärt

Um meinem gefühlten Bildungsauftrag nachzukommen, unterstütze ich an dieser Stelle den Bildungsauftrag des WDR nachdrücklichst. Dieses Video (der WDR möchte es nur verlinkt, nicht eingebunden haben) erklärt anschaulich, was die Kommentatoren wirklich meinen, wenn sie von pfeifenden Schiris und angespannten Trainern reden. Kommentierter Fußball wird nie wieder so sein wie früher.

 

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Norddeutschland für Anfänger

Ich lass das mal so stehen.

 

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Fundstücke (13)

Es ist ja auch mal wieder Zeit, die angesammelten Fundstücke hier reinzutun, bevor sie ganz vertrocknet sind. Man kommt einfach zu nichts.

Island, infrarot gesehen. Da müsste man auch mal wieder hin, achja.

So geht Anwaltssprache.

Das mit den Bechern kann man lernen.

Warum man öfter mal mit Fremden reden sollte.

Wenn Flucht nach vorn die sinnvollste Option wird: Get Me On Stage, I’m Scared

Trifft meinen Nerv an der Schnittstelle zwischen Agilen Methoden und Impro: Improv Your Agile or Scrum Stand-up von und mit Todd Charron. Die offiziellen $99 für den Online-Kurs wäre es mir nicht wert gewesen, aber für die Rausgabe der Mailadresse ist der Gegenwert mehr als in Ordnung.

Zum Schluss noch mal hartes Zeug. Kevin Briggs erzählt von Selbstmorden und Selbstmordversuchen auf der Golden Gate Bridge.

 

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der Benediktinerpfad

Nein, das wird hier kein Wanderblog. Es wird auch in Zukunft einfach so ohne besonderes Konzept hier weitergehen, versprochen. Trotzdem kommt heute mal wieder ein Wanderbeitrag, dieses Mal geht es um den Benediktinerpfad im Thüringer Wald, Friedrichroda. Der Weg ist nämlich im Wandermagazin nominiert zur Wahl „Deutschlands Schönste Wanderwege 2014“ (Großschreibung gehört wohl so), also kann man ja was erwarten.

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Den Startpunkt in Friedrichroda zu finden, war ohne besondere technische Hilfe nicht ganz so einfach. Der Ort ist größer als er aussieht, und auch wenn es schon wieder nach Wald und Landschaft aussieht, kann es durchaus passieren, dass man noch mitten drin ist.

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Auf den ersten paar Kilometern sieht man dann durchaus noch Menschen, entweder spazierendgehend oder angelnd oder sinnierend in die Landschaft blickend.

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Danach wird’s aber wirklich ruhig. Wald, Vogelgezwitscher, vernünftig ausgeschilderter Weg. Kurz vor Schloss Tenneberg geht es richtig zackig bergauf auf einen Grat, das lohnt sich aber, denn das ist ein netter Weg und vom Schloss aus bzw dem Café nebendran hat man einen netten Blick.

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Dann wieder bergab und auf der gegenüberliegenden Seite des Tals durch den Wald, und da gibt’s dann auch prompt Abzüge in der B-Note. Die Beschilderung, die bislang sehr zuverlässig war, setzt aus und – und das ist dann schon einigermaßen verwirrend – der offizielle GPS-Track bei GPSies.com stimmt mit der dann irgendwann wiederentdeckten Beschilderung nicht überein. Hey Kuramt (ja, der Account heißt so), dann besser gar keinen Track hochladen als inkonsistente Informationen.

In Tabarz führt der Weg an einem Megaschwimmbad vorbei in Richtung Zentrum direkt auf ein Eiscafé zu, was ganz offensichtlich ein Zeichen ist. Bei der Gelegenheit weiß Wikipedia, dass Tabarz gerade mal 4018 Einwohner hat. Die werden das Schwimmbad wohl nicht alleine am Leben halten.

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Überhaupt, es stehen hier auch noch einige länger unbewohnte Häuser rum.

Theoretisch hätte der Weg auch an der Marienglashöhle vorbeikommen sollen, aber da waren Beschilderung und GPS-Track mal wieder unterschiedlicher Meinung, also keine Besichtigung.

Zurück in Friedrichroda dann noch die Wasserflaschen an der Ludowinger-Quelle aufgefüllt. Wenn’s doch so gesund ist.

 

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les-bon(n)mots und die Bonner Theaternacht – der Bericht

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les-bon(n)mots bei der Bonner Theaternacht am Mittwoch

Aus gegebenem Anlass heute mal ein kultureller Veranstaltungshinweis in eigener Sache:

Am Mittwoch findet zum 8. Mal die Bonner Theaternacht statt. Das ist an sich schon eine ziemlich coole Sache, aber insbesondere gilt das natürlich für den Auftritt der weltbekannten (ähem) Improtheater-Gruppe les-bon(n)mots im Nähcafé Mr. & Mrs. in Bonn-Beuel.

Das Prinzip ist simpel: man kauft ein Ticket, mit dem man sich für die Startveranstaltung festlegt (idealerweise natürlich les-bon(n)mots im Mr. & Mrs.). Im Laufe des Abends kann man dann per Shuttle den Veranstaltungsort beliebig wechseln und auch andere Aufführungen sehen. Muss man aber natürlich nicht, Impro-Theater ist ja schließlich immer wieder neu und anders. Und wer mich auf der Bühne entdeckt, bekommt zwei Gummipunkte.

tl;dr

Bonn, Theaternacht, Impro-Theater, Mittwoch 28.5., Supersache. Info hier, Tickets hier.

8. Bonner Theaternacht, Mittwoch, 28.5.2014

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